Im Wasser abnehmen – mein Experiment mit Wassertraining, Schwimmen & Aquafitness

Im Wasser abnehmen kann sinnvoll, gelenkschonend und gleichzeitig überraschend effektiv sein.

Über mehrere Monate hinweg habe ich meine Körperstrukturierung, Definition und Transformation immer wieder auch mit Bewegung im Wasser kombiniert. Dabei ging es nicht nur um klassisches Schwimmen, sondern um deutlich mehr: um Gehen im Wasser, Joggen im Wasser, gezielte Arm- und Beinbewegungen gegen Wasserwiderstand und um ein System, das Schwimmen, Aquajogging, Aquawalking, Aquafitness und funktionelles Krafttraining im Wasser miteinander verbindet.

Ich habe damit in verschiedenen Phasen starke körperliche Veränderungen erreicht. In einer längeren Transformationsphase bin ich von etwa 94 kg auf 69 kg gekommen. In einer anderen Phase lag mein Gewicht sogar bei etwa 66,65 kg. Diese Ergebnisse kamen nicht nur durch Wassertraining allein zustande, sondern durch die sinnvolle Kombination aus Bewegung, Trainingssystem, Alltagsaktivität und passender Ernährung.

Diese Seite ist die zentrale Grundlage für mein Experiment rund um das Thema im Wasser abnehmenmit Schwimmen Fett verlierenWassertraining zur Definition und Muskelarbeit gegen Wasserwiderstand.

 

Warum Training im Wasser so interessant ist

Das Element Wasser hat Eigenschaften, die Training in vielerlei Hinsicht besonders machen. Sobald der Körper sich im Wasser bewegt, arbeitet er gegen den natürlichen Widerstand des Wassers. Gleichzeitig wird der Körper durch den Auftrieb entlastet. Genau diese Kombination macht Wassertraining für viele Menschen interessant.

  • Die Gelenke werden entlastet.
  • Die Muskulatur arbeitet trotzdem aktiv.
  • Das Gewebe fühlt sich häufig lockerer an.
  • Bewegung kann flüssiger und angenehmer sein.
  • Auch Menschen mit Beschwerden können davon profitieren.

Gerade für Menschen, die im Alltag viel Belastung auf Knie, Hüfte, Sprunggelenke oder Rücken haben, kann Wassertraining ein sinnvoller Weg sein, Bewegung dennoch regelmäßig umzusetzen. Im Alltag lastet das Körpergewicht ständig auf den Gelenkflächen. Im Wasser hingegen entsteht Entlastung. Gleichzeitig kann die Bewegung die Gelenkflüssigkeit fördern und die Muskulatur beanspruchen, ohne dass die Belastung so hart wirkt wie an Land.

 

Vor Beginn des Aquajogging im Vergleich

 Vorher mit bei 94kg mit Healthengineers vor Aquajogging - meine Erfahrung im Experiment

Mein Wassertraining: mehr als nur Schwimmen

Viele Menschen denken bei Bewegung im Wasser sofort nur an Schwimmen. Schwimmen kann sinnvoll sein, aber mein Ansatz ging deutlich weiter. Ich habe das Wasser genutzt, um dort echte Trainingsmuster einzubauen.

Ein zentraler Bestandteil war das Spazieren und Joggen im Wasser. Dabei lief ich nicht einfach nur locker durch das Becken, sondern kombinierte die Schritte mit aktiven Bewegungsmustern der Arme und des Oberkörpers. Die Wassertiefe lag dabei häufig bei etwa 1,30 m bis 1,50 m, sodass die Schultern leicht oberhalb der Wasseroberfläche blieben und der restliche Körper gegen den Wasserwiderstand arbeiten musste.

Die Bewegungen waren bewusst so gewählt, dass sie an Krafttraining und Schwimmbewegungen erinnern:

  • Kraulähnliche Armzüge nach hinten
  • Brustzug-ähnliche Bewegungen
  • Hände spitz nach vorne führen und Wasser „durchbrechen“
  • Wasser vorne greifen und kontrolliert nach hinten ziehen
  • Brustschwimmähnliche Bewegungen mit Zug zur Seite und nach hinten

Dadurch wurde das Wassertraining nicht nur zu einer lockeren Ausdauereinheit, sondern zu einer Mischung aus Herz-Kreislauf-Arbeit, Widerstandstraining und koordinativer Belastung.

 

Nach einer Transformation durch Aquajogging für Videodrehs

Nachher Transformation bei Aquajogging mit 69kg am Meer für Onlinekurse Videodrehs

Konkrete Trainingsbeispiele im Wasser

Ein großer Vorteil dieses Systems ist, dass man das Training abwechslungsreich gestalten kann. Man kann im Wasser fast täglich aktiv sein, wenn Intensität und Umfang sinnvoll angepasst werden.

 

Grundlage: Gehen und Joggen im Wasser

Das Fundament ist einfach: regelmäßig ins Wasser gehen und dort laufen oder joggen. Schon allein diese Form der Bewegung bringt Vorteile:

  • regelmäßige Schritte trotz Entlastung der Gelenke
  • kontinuierliche Arbeit gegen Wasserwiderstand
  • fördert Durchblutung und Bewegung
  • für viele Menschen angenehmer als Gehen an Land

Wenn man etwa 30 bis 40 Minuten im Wasser spaziert oder joggt, kann man – je nach Tempo – grob mit einer nennenswerten Schrittzahl arbeiten. Als praktische Orientierung kann man bei aktivem Wassergehen ungefähr davon ausgehen, dass in 10 Minuten rund 1.000 Schritte zusammenkommen können, abhängig von Tempo, Technik und Bewegungsumfang.

 

Brust, Schulter und Trizeps im Wasser trainieren

Im Wasser lassen sich Bewegungen aus dem klassischen Krafttraining erstaunlich gut nachahmen. So kann man beispielsweise eine Bahn laufend für eine bestimmte Übung nutzen und den Rückweg lockerer oder mit einer anderen Übung gestalten.

Mögliche Beispiele:

  • Incline-Chest-Bewegungen gegen Wasserwiderstand
  • Decline-Chest-Bewegungen
  • Chest Press im Wasser
  • Butterfly-Bewegungen
  • Front-Delt-Arbeit
  • Triceps Pushdown gegen Wasserwiderstand

 

Rücken, Schulter und Haltung im Wasser

Auch für die Rückseite des Oberkörpers kann das Wassertraining sinnvoll eingesetzt werden:

  • Butterfly Reverse
  • Rear-Delt-Bewegungen
  • Shrugs für den Nacken- und Trapezbereich
  • Rückenstrecker-Bewegungen

Natürlich ist das kein klassisches Maximalkrafttraining wie an Geräten. Wer den Widerstand erhöhen will, kann mit Paddles oder anderen Hilfsmitteln arbeiten, um die Fläche gegen das Wasser zu vergrößern.

 

Beine und Unterkörper im Wasser

Auch die Beine lassen sich gut einbauen:

  • Kicks ins Wasser
  • beinstreckerähnliche Bewegungen
  • kontrollierte Schrittvariationen
  • stabilisierende Bewegungen gegen Widerstand

Dadurch können mehrere Trainingstage sehr sinnvoll miteinander kombiniert werden. An intensiveren Tagen steht die aktive Wasserarbeit im Vordergrund, an lockereren Tagen eher das regenerative Gehen oder entspanntes Schwimmen.

Kann man jeden Tag im Wasser trainieren?

Grundsätzlich ja – wenn die Belastung intelligent gesteuert wird.

Ein großer Vorteil von Wassertraining ist, dass die Belastung oft subjektiv angenehmer wahrgenommen wird. Das bedeutet aber nicht, dass jede Einheit maximal intensiv sein sollte. Viel sinnvoller ist es, das Training zu strukturieren:

  • intensivere Tage mit aktivem Wasserjogging und Übungscharakter
  • lockere Tage mit Spaziergang im Wasser
  • regenerative Tage mit lockerem Brust- oder Kraulschwimmen

Dadurch kann man fast täglich aktiv bleiben, ohne sich ständig zu überlasten. Genau diese Mischung macht das Ganze so wertvoll: Das Wassertraining kann aktivierend, regenerativ und gleichzeitig figurfördernd sein.

 

Warum Ernährung trotzdem entscheidend bleibt

So hilfreich Wassertraining auch sein kann: Nur mit Schwimmen oder nur mit Bewegung im Wasser allein ist es nicht automatisch „gerockt“.

Damit das Ziel – ob Fettverlust, Muskeldefinition, bessere Fitness oder Körperstraffung – wirklich erreicht wird, muss die Ernährung zum Aktivitätsplan passen. Das bedeutet:

  • Die Energiezufuhr darf nicht dauerhaft zu hoch sein.
  • Sie darf aber auch nicht unpassend niedrig sein.
  • Kohlenhydrate, Fette und Proteine müssen sinnvoll geplant sein.
  • Die Ernährung muss zum Ziel und zum Trainingsumfang passen.

Wer definierter werden möchte, muss anders essen als jemand, der eher Muskulatur aufbauen möchte. Wer sich täglich viel bewegt, muss anders planen als jemand, der nur ein- bis zweimal pro Woche aktiv ist.

Es geht dabei weniger um „Fehler“ und mehr um Sinnhaftigkeit. Die Frage ist nicht nur, was man isst, sondern ob das Essverhalten zum Tagesverbrauch, zum Wassertraining und zum Ziel passt.

 

Mein wichtigstes Learning aus den Wasser-Experimenten

Ein zentrales Learning aus meinen eigenen Erfahrungen war, dass Aquajogging bzw. aktives Wassergehen für mich oft wertiger war als zu schnelles oder zu intensives Schwimmen, wenn das Ziel Fettverlust, Definition und Muskelerhalt war.

Zu schnelles Schwimmen kann den Verbrauch stärker in eine Richtung lenken, bei der viel Energie schnell umgesetzt wird. Wenn das Ziel jedoch ist, die Figur zu optimieren, die Muskulatur prall zu halten und gleichzeitig Fettzellen zu entleeren, dann war für mich das kontrollierte Training im Wasser oft die bessere Wahl.

Natürlich musste dazu das Kaloriendefizit passen. Der Tagesverbrauch musste höher sein als die Kalorienzufuhr. Aber gerade in Verbindung mit Wassergehen und Wasserjogging habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenn das Ziel war:

  • Fett verlieren
  • Muskulatur erhalten
  • Körper definierter erscheinen lassen

 

Wassertemperatur, Motivation und Anpassung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umgebung selbst. Das Wasser ist nicht jeden Tag gleich angenehm. Mal wirkt es kühler, mal etwas wärmer. Genau hier ist die mentale Komponente wichtig: Nicht das Becken passt sich an uns an – wir passen uns dem Becken an.

Das bedeutet:

  • mentale Vorbereitung auf die Bedingungen
  • nicht zu viele Ausreden über „zu kalt“ oder „zu warm“
  • die Gegebenheiten sinnvoll nutzen

Praktisch kann das aber auch heißen, die Umstände klug für sich zu nutzen. Wenn es an einem Tag lockerer sein soll, kann ein etwas wärmeres Becken angenehmer sein. Wenn man mehr Aktivität möchte, kann ein anderes Becken oder eine andere Wassertiefe sinnvoller sein.

Auch dadurch bleibt das Training abwechslungsreich. Man kann ein paar Bahnen schwimmen, danach ein paar Bahnen im Wasser joggen, dann wieder aktiv gehen. So wird das Ganze weniger monoton und deutlich leichter langfristig durchzuhalten.

 

Für wen Wassertraining besonders sinnvoll sein kann

Das Training im Wasser kann für viele Zielgruppen interessant sein:

  • Menschen mit Übergewicht
  • Menschen mit Gelenkbeschwerden
  • Einsteiger, die Bewegung angenehmer starten möchten
  • Fortgeschrittene, die ihr Training ergänzen möchten
  • Menschen, die definierter und fitter werden möchten

Abhängig davon, wie oft man trainiert, wie stark man sich bewegt und wie gut Ernährung und Aktivität zusammenpassen, kann das Ergebnis schneller oder langsamer eintreten. Einmal pro Woche ist anders zu bewerten als dreimal pro Woche. Aber genau deshalb muss das Ganze individuell angepasst werden.

 

Wie du von diesem Ansatz profitieren kannst

Du kommst aus Köln?

Wenn du aus Köln kommst und dein Training gezielt verbessern möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

Du kommst nicht aus Köln?

Auch wenn du nicht aus Köln kommst, kannst du von diesen Trainingsmethoden profitieren:

 

Häufige Fragen zum Abnehmen im Wasser

Kann man durch Bewegung im Wasser wirklich abnehmen?

Ja, wenn Wassertraining regelmäßig durchgeführt wird und die Ernährung sinnvoll angepasst ist, kann Bewegung im Wasser sehr gut beim Abnehmen unterstützen.

 

Ist Schwimmen oder Wassergehen besser zum Abnehmen?

Das hängt vom Ziel und von der Person ab. Für viele Menschen kann aktives Gehen oder Joggen im Wasser besonders sinnvoll sein, weil es kontrolliert, gelenkschonend und gleichzeitig intensiv genug ist.

 

Ist Wassertraining gut bei Beschwerden?

Ja, gerade weil der Körper im Wasser entlastet wird, kann das Training für Menschen mit Beschwerden oft angenehmer sein als klassische Belastung an Land. Die individuelle Situation sollte aber immer berücksichtigt werden.

 

Kann man im Wasser auch Muskeln trainieren?

Ja. Durch gezielte Bewegungen gegen den Wasserwiderstand lassen sich Brust, Schulter, Rücken, Arme und Beine sinnvoll beanspruchen.

 

Wie oft sollte man im Wasser trainieren?

Je nach Ziel kann Wassertraining ein- bis mehrmals pro Woche durchgeführt werden. Auch tägliche Bewegung im Wasser kann sinnvoll sein, wenn Intensität und Regeneration klug gesteuert werden.

 

Hinweis zum Experiment

Die auf dieser Seite beschriebenen Inhalte basieren auf persönlichen Erfahrungen, dokumentierten Transformationsphasen und eigenen Trainingsansätzen. Ergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen. Entscheidend sind immer Ausgangssituation, Trainingsumfang, Ernährung, Regeneration und langfristige Umsetzung.